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Ausrichtung

Als ich mit 65 meinen Motorradführerschein machte, wusste ich noch nicht, was mich da erwartete. Es war eine Faszination, die mich immer mehr ergriff, je besser ich lernte, mit meinem Motorrad umzugehen.

Aber ich begriff schnell, dass die Medaille zwei Seiten hat. Kürzlich las ich einen Bericht über einen Geschäftsmann, der sowohl meditiert wie seine Leute schikaniert. Erinnerte mich spontan an die Yakuza. Die bringen sich mit Meditation in Form, um dann Gewalttaten zu begehen.

Ganz ähnlich ist es mit dem Motorrad. Motorradfahren ist definitiv Meditation. Nur sind sich dessen nur wenige bewusst, weil sie die Vorstellung haben, zu meditieren hieße, sich den Hintern platt zu sitzen.

Zu meditieren bedeutet leider auch nicht, dass man automatisch zu einem besseren Menschen würde. Es ist allein die Ausrichtung, die innere Haltung, die den Charakter bestimmt.

Es geht also darum, die innere Kraft, die sich im Fahren einstellt, in den Alltag und das normale Leben zu übertragen, um ihr dann die stimmige Ausrichtung zu geben.

Viel Spaß beim Lesen!