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Selbsterfahrung

Motorradfahrer wissen, ob männlich oder weiblich, um die Faszination des Motorradfahrens, eine Faszination, die man Nicht-Motorradfahrern nur sehr schwer vermitteln kann.

Das ist etwa so, als wolle man jemandem die Erfahrung und die Erkenntnis einer langjährigen Zen-Praxis in einem Satz erklären. Oder warum man sein Leben nach den Prinzipien des Teeweges gestalten soll und warum Einfachheit einfach mehr ist. Es geht einfach nicht. Man muss es selbst machen. Aber das ist noch lange keine Garantie dafür, dass derjenige, der Motorrad fährt, auch den ‚inneren Weg‘ des Motorradfahrens geht. Das ist wie beim Zen. Oder der Kampfkunst.

Es gibt erst einmal ‚nur‘ den äußeren Weg, den jeder geht, der das praktiziert. Nur den ‚inneren Weg‘ zu gehen, das bedeutet Selbstüberwindung. Und das hat überhaupt nichts mit Motorradfahren zu tun. Oder mit Zen. Oder dem Teeweg. Das ist nur der äußere Rahmen. Das, was man überwinden muss, wenn man den inneren Weg gehen will, das ist das Ego, die Überzeugung, es gäbe dieses aus sich selbst heraus existierende Selbst wirklich.

Es geht also um mehr als ‚nur‘ Motorrad zu fahren, Zen oder den Teeweg des Alltags zu praktizieren.